Stereogramme

Wenn sie sich sicher sind, dass sie Autostereogramme gut sehen können, d.h., dass sie die dafĂŒr erforforderlichen Sehtechniken beherrschen, dann empfehle ich ihnen, meine Gallerie “Geheimnisvolle Weihnachten durch Anklicken der folgenden SchaltflĂ€che mit den zwei Engeln zu besuchen.

»Stereogramm« oder »Raumbild«,

ist der allgemeine Ausdruck fĂŒr zweidimensionale Bilder, die, bei richtiger Betrachtung, dreidimensional erscheinen.

Die richtige Betrachtung kann man mittels Hilfsmittel, z.B. Brillen, bzw. durch geĂŒbtes oder trainiertes Sehen, auch ohne Hilfsmittel erreichen. Bilder, die man ohne Hilfsmittel in zweidimensionaler Darstellung dreidimensional sehen kann, werden als Autostereogramme bezeichnet.

Wegen der Faszination, die von diesen Bildern ausgeht, bezeichnet man sie auch oft als magische oder phantastische Bilder. Das Stereosehen wird durch die Anwendung von verschiedenen Blicktechniken ermöglicht, wie z.B., durch die Paralleltechnik oder die Schieltechnik.

            Die Paralleltechnik

Bei dieser Technik sollen die Blickrichtungen beider Augen parallel zueinander verlaufen - dieser Effekt stellt sich ein, wenn Sie in die Ferne blicken.

              Übung A

Schauen Sie auf der von Ihnen frei wÀhlbaren Abbildung zwei Bildelemente an, die auf einer horizontalen Linie liegen (z.B., zwei Punkte, die im Abstand von 50 bis 60 mm auf ein Blatt Papier gezeichnet werden).

Behalten Sie diese Augenstellung bei, und versuchen Sie nun einen grĂ¶ĂŸeren Ausschnitt der Abbildung zu erfassen. Das gelingt Ihnen, in dem Sie das Bild ganz langsam von sich weg bewegen, in dem Sie also den Abstand zwischen Ihrem Auge und dem Bild  l a n g s a m vergrössern.

Die Abbildung wird zunĂ€chst verschwommen sein. Jetzt ist es wichtig, dass Sie die Augenstellung beibehalten. Bleiben Sie dabei locker. Versuchen Sie es nicht mit Gewalt. Es hilft z. B. auch, einfach ziellos geradeaus zu starren. Bewegen Sie nun die Abbildung langsam vorwĂ€rts und rĂŒckwĂ€rts.

In der richtigen Entfernung stellen sich Ihre Augen von selbst auf ein virtuelles Bild ein (Sie sehen z.B. statt der zwei, drei Punkte) und es entwickelt sich bei komplexen Darstellungen ein dreidimensionales Bild.

             Ăœbung B

Wie bei Übung A, schauen Sie zunĂ€chst zwei gleiche Punkte, die auf einer Horizontalen liegen, an. Ohne den Blick zu verĂ€ndern, halten Sie jetzt die Abbildung an die Nasenspitze.

NatĂŒrlich sehen Sie das Bild ganz verschwommen. Behalten Sie diesen Blick bei, und bewegen Sie nun das Bild ganz langsam von Ihrer Nasenspitze weg, bis Sie statt der zwei, wieder drei Punkte sehen. Versuchen Sie nun, ohne die Stellung der Augen zu verĂ€ndern, die ganze Abbildung zu erfassen (auch hier hilft es wieder, geradeaus zu starren bzw. durch die Abbildung »hindurchzublicken«):

Ein faszinierendes hinter dem Blatt liegendes dreidimensionales Bild entwickelt sich. 

Die Schieltechnik

Bei dieser Technik schielen Sie nach innen, so daß sich dieBlick- richtungen beider Augen kreuzen.

Halten Sie zunÀchst einen Finger oder einen Stift zwischen die Augen und das Bild und blicken Sie auf die Stiftspitze.

VerÀndern Sie langsam die Entfernung zwischen Stift und Abbildung. Wenn Sie die richtige Position erreicht haben, stellt sich ein dreidimensionales Bild ein.

Viele Bilder funktionieren sowohl mit der Paralleltechnik als auch mit der Schieltechnik. Die entstehenden 3 - D - Bilder sind nicht immer identisch.

Probieren Sie es einfach einmal aus!

          Allgemeine Hinweise

Man kann sich ein Hilfsmittel schaffen, in dem man, falls es nicht schon vom Autor des Bildes getan wurde, ungefĂ€hr in der Mitte ĂŒber dem Bild zwei Punkte anbringen.

Den Abstand der Punkte finden Sie, in dem Sie in dem Autostereogramm auf einer horizontalen Linie den Abstand zwischen sich wiederholenden Bildelementen messen.

Wenn Sie nun ein Bild betrachten und es zunĂ€chst noch verschwommen ist, mĂŒssten Sie vier Punkte sehen. Sobald diese zu drei Punkten verschmelzen, erscheint vor Ihren Augen auch das dreidimensionale Bild.

Nehmen Sie die Punkte zu Hilfe, um die richtige Position herauszufinden. Wenn Sie das geschafft haben, verlagern Sie den Blick langsam von den Punkten auf das Bild.

Noch einfacher ist es, zwei solcher Punkte, direkt auf dem Bild, mit einem nicht durchsichtigem wieder ablösbaren klebendem Material zu kennzeichnen.

        Kurzanleitung: „So wird es gemacht!“

BerĂŒhren Sie die FarbflĂ€che mit der Nasenspitze. Schauen Sie ganz entspannt geradeaus durch das Bild hindurch, die Augen auf Unendlich.

Bewegen Sie das Bild langsam auf normalen Leseabstand (ca. einen Zentimeter pro Sekunde). Starren Sie weiter, ohne einen Punkt des Bildes zu fixieren. Und schon bald sehen Sie das Hintergrundbild (oder verstecktes Bild). Viel Spaß.

Counter

[drmebu] [Gedichte] [Stereogramme] [Sehschule] [Bildpaare] [Brewster-St.] [Tyler-St.] [ImaginĂ€re-St.] [Unterricht] [EntwĂŒrfe/Ideen] [Reden] [Beratung] [Kontakte]